Ein sehr gelungener Ausflug

Wir verbrachten ein Wochenende in Drachten. Auf unserer Tour kam uns die Idee, den Samstagabend mit einem Abendessen im „’t Far“ in Terherne ausklingen zu lassen. Nach einem reichhaltigen Mahl wollten wir noch einen kleinen Spaziergang machen. Normalerweise laufen wir von Wetterwille nach „’t Far“, doch diesmal war es umgekehrt. Alexander und Petra hatten die Flotte für den Empfang der Gäste am Ostermontag in bester Ordnung hergerichtet. Zufällig trafen wir Alexander, der gerade die letzten Feinarbeiten vornahm.

Mit großer Begeisterung zeigte er uns seine Schiffe. Und schon bald standen wir an Bord der „Alsace“. Die Motorraumhaube war geöffnet – kein Dieselmotor mehr. Komplett auf Hybridantrieb umgerüstet. Elektromotor mit (Hilfs-)Generator. Wir haben uns das Armaturenbrett angesehen und den Motor gestartet. Läuft er denn? Die Anzeigen sagen ja, und auch die Schraube.

Eine kleine Probefahrt machen? Dafür war es bereits zu spät, denn die Dämmerung senkte sich schon über das friesische Land. Und was hatte Alexander für morgen geplant? Nun ja, als Fahrer eines Toyota Prius Hybrid war es schon sehr verlockend, dazu nicht „nein“ zu sagen! Am Ostersonntag, dem 12. April, melden wir uns beim Hafenbüro von Wetterwille. Nach einer kurzen Einweisung legen wir ab. Läuft der Motor denn? Ja, schauen Sie doch mal auf das Armaturenbrett. Nach der „Bertina“ und der „Minerva“ ist dies ein ganz anderes Erlebnis. Wie bei allen Schiffen nutzten wir den Steuerstand auf dem Oberdeck. Hier steht man also drinnen. Aber daran gewöhnt man sich schnell. Ein kleines, kompaktes Schiff, das sich hervorragend für Ausflüge zu zweit eignet. Ohne unsere Söhne im Alter von 13 und 16 Jahren.

Wenn Sie dann in der Kalde Mage angekommen sind, nehmen Sie etwas Gas weg, und schon hören Sie nicht einmal mehr den Propeller. Das ist also Hybrid! Sie gleiten gemächlich an den Schilfgürteln entlang, Wasservögel erschrecken sich, bleiben aber sitzen. Man fährt mit einer anderen Einstellung; man genießt die Natur. Das wirkt wie Rooibos-Tee.

Zurück über die Goiingarypster Puollen und die Snitser Mar. Hier ein Daumen hoch und dort winkende Menschen. Der Werbespruch „Hybrid“ an Steuerbord und Backbord zieht durchaus die Aufmerksamkeit auf sich. Offenbar wissen bereits viele Menschen von der Existenz des „Hybrid“. Auf der „Snitser Mar“ und im Prinzessin-Margriet-Kanal kann man auch Gas geben. Das belastet jedoch Ihre Akkus erheblich.

Unser nächster Kurzurlaub mit meiner Ehefrau führt uns ins Elsass. Es sei denn, Sie als Leser dieses Berichts haben uns die Buchung gerade noch vor der Nase weggeschnappt! Nun bleibt uns nur noch, Petra und Alexander für dieses großzügige Angebot zu danken. Es war ein sehr gelungener Ausflug und zudem lehrreich.

Zeitraum: 2. April 2009 (Ostersonntag)
Route: Kruswetter, Kalde Mage, Haklanshop, Terkaplester Puollen, Goiingarypster Puollen, Snitser Mar, in etwa zwei Stunden.
Boot: Kent 27 OK Hybrid „Alsace“

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Wassersport von:

Sjak, Marie-Christine Neelen

Neer (Limburg), 256 km bis Terherne.